Lymphdrainage
Bei der Ödementstehung unterscheidet man drei Arten.
- Der Zufluss ist gegenüber dem Abfluss zu stark. z.B. venöser Stau
- Bei krankhaft veränderten Blutgefäßen oder z.B. durch äußere Einwirkung kommt es zum Austritt von Eiweißbausteinen in das Gewebe. Die Leistung der Lymphgefäße reicht in diesem Fall trotz maximaler Lymphtransportkapazität nicht aus.
- Beim Lymphödem sind entweder zu wenige Lymphgefäße vorhanden (primäres Lymphödem) oder die vorhandenen sind z.B. durch Operationen oder Bestrahlungen unterbrochen (sekundäres Lymphödem).
Zur Therapie
Die komplette Physikalische Entstauungstherapie besteht aus vier Maßnamen:
Manuelle Lymphdrainage, Hautpflege, Kompression, Bewegung in Kompression
Manuelle Lymphdrainage
Die Griffe sind weiche, manuelle Gewebsverformungen. Der Lymphfluß wird dabei gefördert, jedoch nicht angeregt.
Kompression
Nach der Lymphdrainage sinkt der Druck im Gewebe. Würde der Patient nun aufstehen, würde der fehlende Gewebsdruck eine sofortige Füllung der Extremität mit Wasser zulassen. Deshalb ist nach der Lymphdrainage und morgens, noch vor dem Aufstehen, das Anlegen entsprechender Kompressionsverbände oder Kompressionsstrümpfe unerlässlich.
Diese kurze Einführung soll Ihnen als Patient einen kleinen Einblick in die Geschehnisse bei der Ödementstehung und der Behandlung geben. Bei Fragen stehen Ihnen unsere Therapeuten selbstverständlich gerne zur Verfügung.




